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19.06.11 |
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Samstag, den 1.09.07 Bogojevo - CelarevoStrecke 105 Km, Fahrzeit 5:00 Std., Gesamtzeit 8 Std., Schnitt 21,0 Km/h Sonniger Tag und schöne Radstrecken. In Serbien ist der Radweg wieder gut ausgeschildert. Morgens werden wir vom Besitzer der Wiese geweckt, weil er uns unbedingt seinen Sliboviz versuchen lassen will. Trennung von Andreas, der direkt nach Novi Sad und nicht entlang der Donau fährt. Mittags werden wir von 5 Hunden angegriffen und verfolgt. Wir flüchten so schnell wir können auf der Schlagloch übersäten Straße. Dies ist offensichtlich ein Vorgeschmack auf Rumänien, wo solche Angriffe an der Tagesordnung sein sollen. Ich muss gestehen, die Hunde hatten nur die Größe eines Pinschers. In einer Csarda (Fischlokal) hinter Celarevo leckeres Fischgulasch gegessen. Fischer Jan lädt uns mittels Zeichensprache in seine Hütte zum Schlafen ein und nach ausgiebigem Genuss von Schnaps und Bier unterhalten wir uns angeregt auf serbisch. Sonntag, den 2.09.07 Celarevo - PancevoStrecke 145 Km, Fahrzeit 7:15 Std., Gesamtzeit 12 Std., Schnitt 20,0 Km/h Morgens schleichen wir uns kurz nach 6 Uhr aus der Fischerhütte, solange Jan noch seinen Rausch ausschläft. Auch wir haben noch gehörigen Restalkohol, wollen aber weiter, bevor Jan aufwacht und das Gelage weiter geht. Wir radeln 2 Stunden auf dem Damm und frühstücken dann. Ab Novi Sad verlassen wir die offizielle Route, um dem Verkehr um Belgrad auszuweichen und fahren über Kac und Titel nach Pancevo. Die serbischen Straßen sind sehr gut und das Wetter ist sonnig und warm. Leider verfahren wir uns, weil eine neue Autobahn gebaut worden war und unsere Straße einfach endet. Mittagessen an der Theiß, neben uns wird von einigen Serben ein Ferkel am Spieß gebraten und natürlich werden wir eingeladen zu essen und trinken. Nach unserer gestrigen Erfahrung lehnen wir ab und fahren nach einem Mittagsschläfchen weiter. An was wir uns nicht gewöhnen können ist der durchdringende Gestank von verwesenden Tierkadavern, der uns durch ganz Serbien begleitet. Unzählige tote Tiere liegen am Straßenrand und schmoren in der Sonne. Abends quartieren wir uns in Pancevo ins Hotel ein und können seit Budapest endlich wieder einmal duschen. Zum Abendessen finden wir nur eine Pizzeria und essen viel zu viel. Bis jetzt habe ich eher zu- als abgenommen. Montag, den 3.09.07 Pancevo - Bela CrkvaStrecke 95 Km, Fahrzeit 5:20 Std., Gesamtzeit 7:30 Std., Schnitt 18,0 Km/h Nach unruhigem Schlaf in schlechten Betten typisches Ostblock-Frühstück (fettes Omelett und schaler Kaffee), danach Rasur beim Barbier. Auf überwiegend guten, verkehrsarmen Straßen, aber auch auf schlecht befahrbarem Damm über Kovin zum CP vor Bela Crkva. Unterwegs treffen wir wieder Andreas mit Lisa aus Düsseldorf. Sie fährt mit dem Rad nach Jordanien, um am Golf von Akaba eine Stelle als Meeresbiologin anzutreten. Gemeinsam übernachten wir auf einem CP an einem herrlichen See . Zuvor schwimmen wir im See und essen im Restaurant gegrillten Fisch. Dienstag, den 4.09.07 Bela Crkva - LiubcovaStrecke 95 Km, Fahrzeit 5:45 Std., Gesamtzeit 8:30 Std., Schnitt 16,5 Km/h
30 Grad Hitze, Gegenwind und hügeliges Gelände. Plötzlich müssen die Beine sich anstrengen. Nach dem Grenzübergang nach Rumänien weichen wir wieder von der Hauptroute ab, um einen Pass zu vermeiden und biegen auf eine staubige Nebenstrecke mit riesigen Schlaglöchern ein. Zum Glück ist die Straße 4 km weiter nagelneu und wir 4 Radler sind die einzigen Verkehrsteilnehmer. Dies ist typisch für Rumänien: Viele Straßen sind tadellos, dazwischen ein kurzes Stück in einem eigentlich nicht befahrbaren Zustand. In Moldavo Veche Geld getauscht und auf einem Rastplatz gecampt. Rumänen aus Waiblingen getroffen, die uns mit Bier versorgen und erzählen, dass es in Deutschland schneie. Bei uns zieht wenigstens nur ein Unwetter auf! Mittwoch, den 5.09.07 Liubcova - HinovaStrecke 116 Km, Fahrzeit 6:10 Std., Gesamtzeit 9 Std., Schnitt 18,1 Km/h
Temperatursturz auf 13 - 15 Grad und Regen und das im schönsten Abschnitt der Donau - dem Eisernen Tor. Gute Straßen, aber durch das Unwetter in der Nacht immer wieder durch Erdrutsche, Steinschlag und umgestürzte Bäume blockiert. Leider gibt es in Rumänien kaum Läden und Cafes wie bisher. Zum Glück finden wir in Eselitze einen Laden, wo wir den schlimmsten Regen abwarten können. Tasse Kaffee 25 Cent und Riesenportion Apfelstrudel für 30 Cent! Andreas füllt seine Wasserflaschen auf mit dem Regenwasser, das von der Markise tropft. Später werden mir wieder Schienen zum Verhängnis: Sturz und Schmerzen an rechter Hand und Schulter. Abends stellen wir unsere Zelte an der Donau vor Hinova auf. Lisa und Andreas beschließen, nicht quer durch das bergige Bulgarien in die Türkei zu fahren, sondern uns so weit wie möglich im flacheren Rumänien zu begleiten, was Peter und mich sehr erfreut, da beide angenehme Reisebegleiter sind! Donnerstag, den 6.09.07 Hinova - RastStrecke 115 Km, Fahrzeit 5:50 Std., Gesamtzeit 9 Std., Schnitt 19,6 Km/h Sonniger aber kühler Tag, Straßen gut und ruhig, leider Gegenwind. Da meine Hand immer noch schmerzt, fahren wir nicht entlang der Donau auf holprigen Wegen, sondern direkt nach Calafat. Das erspart uns ca. 50 km, dafür gewinnen wir 3 heftige Bergwertungen (Habe ich schon erwähnt, dass wir schon lange nicht mehr absteigen, sondern locker die Berge hoch fahren?). Bei Rast biegen wir an die Donau ab und zelten am Damm. Ich bekomme von einem Fischer 4 (lebende) Fische geschenkt. Ein Schweinehirt fällt 3 bis 4 Bäume für das Lagerfeuer und ich nehme die Fische aus. Peter geht zur Hütte des Hirten, um die Fische zu waschen. Da er nach einer halben Stunde immer noch nicht wieder zurück ist, suche ich ihn. Er sitzt auf dem Sofa mit Bier, Brot und Cognac und schaut zu, wie die Frau des Hirten unsere Fische zubereitet. Sie schmecken ausgezeichnet. Später bringt der Mann einen weiteren Baum und die Frau eine selbst gekelterte 2,5 L Flasche Rotwein zum Feuer. Angeregte Unterhaltung auf rumänisch!
Freitag, den 7.09.07 Rast - CorabiaStrecke 120 Km, Fahrzeit 5:30 Std., Gesamtzeit 8 Std., Schnitt 21,8 Km/h
Kaffee kochen am immer noch brennenden Lagerfeuer und dann auf ruhigen guten Nebenstraßen nach Corabia. Zelten hinter dem Ort an einem Seitenarm der Donau. Andreas´ Liegerad erweckt überall großes Aufsehen, sogar bei Tieren! Als ein Pferdewagen uns begegnet, scheut das Pferd und springt über den Straßengraben in die Felder. Der Kutscher fällt kopfüber vom Wagen, während seine 2 Begleiterinnen sich krampfhaft festhalten können. Zum Glück ist dem Mann nichts Schlimmes passiert. Fazit der 3. Woche:Für die Jahreszeit zu kühl, Stimmung klasse, Lisa sorgt für Tempo |
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This site was last updated 19.06.11