2. Woche

  19.06.11

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3. Woche

Samstag, den 25.08.07 Schönbühel - Orth

Strecke 140 Km, Fahrzeit 7:30 Std., Gesamtzeit 11:15 Std., Schnitt 18,7 Km/h

Wir fahren durch die Wachau auf der rechten Seite der Donau, die noch nicht so vom Tourismus geprägt ist. Strecke und Wetter sind sehr schön. Da ein oder zwei Tage für die Sehenswürdigkeiten von Wien nicht ausreichen, hatten wir beschlossen, in Wien keinen Stopp einzulegen. sondern bei Gelegenheit Urlaub in Wien zu machen!

So radeln wir am Donauufer und über die Donauinsel an Wien vorbei, ohne ins Verkehrsgewühl zu kommen. Danach geht es durch endlose Auenwälder. Kurz vor Orth kommen wir an einer kleinen Wasserpumpstation mit überdachung vorbei und beschließen dort ohne Zeltaufbau zu Übernachten. Nachts hören wir lautes Brunftgeschrei, das immer näher kommt. Zum Schluss fechten auf der Wiese vor uns 2 Hirsche ihren Kampf aus.

Sonntag, den 26.08.07 Orth - Zlatno

Strecke 135 Km, Fahrzeit 7:00 Std., Gesamtzeit 10 Std., Schnitt 19,3 Km/h

Schöne Fahrt nach Hainburg, wo wir ein 2. Frühstück einnehmen. Danach nach Bratislava (keine Grenze gesehen) und nochmals gefrühstückt. Bratislava unbedingt ansehen! In rasender Fahrt (erstmals Rückenwind) ging es 60 km den Donaukanal entlang. Der gute Schnitt wird jedoch wieder gesenkt, da  wir zum Schluss auf Schotterwegen bis Zlatno fahren. Camp bedeutet offenbar Bauernhof und nicht Camping. Daher sind wir bei Alexander gelandet und gönnen uns ein Zimmer. Alexander führt uns in seinen gefährlichen Keller, der mit alkoholischen Getränken aller Art gefüllt ist. Abends mit ihm und seinen Gästen auf deutsch-ungarisch-englisch glänzend unterhalten.

Montag, den 27.08.07 Zlatno - Budapest

Strecke 130 Km, Fahrzeit 7:10 Std., Gesamtzeit 10:45 Std., Schnitt 18,1 Km/h

Die letzte Etappe bis Budapest fahren wir fast nur auf Landstraßen mit schwachem Verkehr. Zuerst auf der slovakischen Seite bis Estergom (furchtbares Kopfsteinpflaster in Estergom), dann am rechten Ufer bis zur Donauinsel und dort abseits vom Verkehr durch Felder und kleine Ortschaften. Der CP Romai in Budapest ist schwer zu finden, seit Bratislava gibt es sowieso keine Donauradwegmarkierung mehr. Zum Abendessen unser altbewährtes Tomaten-Zwiebel-Feta-Rezept, danach Bettruhe.

Dienstag, den 28.08.07 Budapest

Budapest steht auf dem Programm! Unser Ziel war es, am 30.08. in Budapest anzukommen, also ist ein Tag Stadtbesichtigung allemal drin. Um es gleich zu sagen: Budapest ist einen Kurzurlaub wert! Zuerst auf der rechten Seite den Burgberg bestiegen mit herrlichem Blick über die Stadt, danach über die Kettenbrücke (leider wegen Renovierung mit Planen abgedeckt) auf die linke Seite. Gut und teuer in der Markthalle (sehenswert!) eingekauft und dann gemächlich bis zum Parlament geschlendert. Unterwegs versucht in einem Internetcafe Emails zu versenden. Dummerweise haben wir beide unsere Brillen beim Zelt vergessen, so dass wir hilflos vor der Tastatur sitzen, zumal es natürlich  eine ungarische ist! Offensichtlich ist zu Fuß gehen anstrengender als 100 km radfahren, so dass wir uns am frühen Abend wieder zum CP begeben.

Mittwoch, den 29.08.07 Budapest - Solt

Strecke 115 Km, Fahrzeit 7:15 Std., Gesamtzeit 10 Std., Schnitt 15,8 Km/h

Nachts und tagsüber Landregen und kühl. Heute ist nicht unser Tag. Gleich zu Beginn stürze ich auf glitschigen Straßenbahnschienen und 3 Stunden später passiert Peter das Gleiche wegen einem Schlagloch. Zu diesem Zeitpunkt sind wir aber immer noch im Stadtgebiet Budapest. Der Verkehr ist wahnsinnig und man kommt nur vorwärts, wenn man sich an keine Verkehrsregeln hält. Hinzu kommt, dass die Straßen in Ungarn miserabel sind und besonders am Rand (wo Radler fahren) der Asphalt tiefe Verwerfungen aufweist. Erst ab Mittag nimmt der Verkehr etwas ab. Wir fahren über die Halbinsel Csepel zum Teil auf Trampelpfaden, die uns aber nach dem Verkehrschaos in Budapest herrlich vorkommen. über ein kleines Wehr kann man die Halbinsel an der Südspitze verlassen und weiter geht es am linken Donauufer bis in die Nähe von Solt. Dort schlagen wir unser Zelt 30 m vom Ufer entfernt auf. Kaum steht das Zelt, öffnet sich der Himmel zu einem Wolkenbruch. Später trauen wir unseren Augen nicht: mitten in der Pampa hält ein Kreuzfahrtschiff und lädt 2 Busse angeheiterter Ausflügler ein und legt wieder ab.

Donnerstag, den 30.08.07 Solt - Dunafalva

Strecke 115 Km, Fahrzeit 6:45 Std., Gesamtzeit 9 Std., Schnitt 17,0 Km/h

Morgens wachen wir umgeben von Wasser auf. Aus den 30 m Abstand zur Donau wurden über Nacht 3 m. Dreckverschmiert starten wir nach Kalosca, wo wir in einem Internetcafe ein Lebenszeichen nach Hause schicken. Weiter über Baja nach Dunafalva auf einen CP. Der Platz ist beschissen, aber die heutige Strecke hat uns wieder Mut gemacht. Sitzen bei Bier, Wein, Eintopf und plaudern mit Katie aus Downunder. Sie fährt von Amsterdam nach Istanbul mit dem Rad und will morgen auf der rechten Seite der Donau durch Kroatien, während wir links bleiben und durch Serbien nach Rumänien wollen. Seit Bratislava ist Katie der einzige Radtourist, den wir getroffen haben.

Freitag, den 31.08.07 Dunafalva - Bogojevo

Strecke 130 Km, Fahrzeit 7:00 Std., Gesamtzeit 11:15 Std., Schnitt 18,7 Km/h

Das Wetter ist weiterhin bewölkt und regnerisch. Heute ist die Strecke angenehm zu fahren: Dammwege und ruhige Nebenstraßen. Wir haben wahrscheinlich die Hälfte geschafft, daher gönnen wir uns in Apatin ein fürstliches Fischmenü. Zuvor an der Grenze nach Serbien Schwierigkeiten, da wir unsere Pässe nicht dabei haben. Im Zeitalter der EU denkt man gar nicht, dass es in Europa noch Länder gibt, die nicht dazu gehören. 1 Stunde Zeit und 135 Euro verloren für ein Touristvisum. Danach treffen wir Andreas aus Zürich, der mit seinem Liegerad nach Istanbul unterwegs ist. Zusammen bei einem Bauernhaus wild gecampt, vom Besitzer keine Spur.

Fazit der 2. Woche:

Stimmung und körperlicher Zustand hervorragend, Wetter schwächelt leider

 
 
 
   
 
   

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