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19.06.11 |
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Samstag, den 18.08.07 Donaueschingen - RiedlingenStrecke 125 Km, Fahrzeit 7:30 Std., Gesamtzeit 11:30 Std., Schnitt 16,7 Km/h Pünktlich um 8 Uhr starten wir an der Donauquelle zu unserem Abenteuer. Unsere Ausrüstung ist in jeweils 3 Ortlieb - Gepäcktaschen (es gibt nix Besseres!) untergebracht. Wir fahren entlang eines munter plätschernden Rinnsals, das nach 2800 km als mächtiger Strom in das Schwarze Meer mündet. Die Landschaft ist unwirklich, Nebel umhüllt uns und nur zögerlich kommt die Sonne durch. Dadurch verpassen wir auch die Donauversickerungsstelle. Nach Tuttlingen kommen bis kurz vor Sigmaringen einige giftige Steigungen. Da ich schon seit Tagen Schmerzen im linken Knie habe, riskieren wir gar nichts und schieben die Räder bei den geringsten Steigungen hinauf. Inzwischen haben wir angenehme 20 Grad und Sonnenschein - ideales Wetter für unsere kleine Tour. Einige Tage zuvor hatte es einen Bergrutsch gegeben, so dass wir kurz auf die Straße ausweichen müssen, ansonsten führt der Weg durch eine tolle Landschaft. Kein Wunder, dass dieser Abschnitt bei den Radlern so beliebt ist. In Binzwangen gibt es eine Riesenportion Schnitzel mit Salat zum Abendessen und dann halten wir Ausschau nach einem Schlafplatz.Kurz vor Riedlingen finden wir ein Plätzchen an der Donau. Da der Himmel sehr Vertrauen erweckend aussieht, packen wir das Zelt gar nicht aus, sondern schlafen nach einem kurzen Bad in der Donau unter freiem Himmel. Sonntag, den 19.08.07 Riedlingen - DillingenStrecke 130 Km, Fahrzeit 7:45 Std., Gesamtzeit 12 Std., Schnitt 16,7 Km/h Das Wetter ist so toll wie gestern, die Landschaft schwächelt jedoch, da man von der Donau bis hinter Ehingen relativ wenig sieht. Dafür gibt es Steigungen von über 20%, die Ausschilderung ist mangelhaft oder führt auf Umwegen durch jede Ortschaft (Shopping-Tour, leider war Sonntag). Wir haben alle 4 Donauradweg-Beschreibungen dabei. Leider ist Band 1 schon 15 Jahre alt und das rächt sich jetzt. In unserer schnelllebigen Zeit ist es unbedingt erforderlich, immer das aktuellste Kartenmaterial dabei zu haben! Gleich morgens schneide ich mir beim Brotschneiden in den Finger und die Blutung kann den ganzen Tag kaum gestillt werden. Dafür gibt es erstaunlicherweise keine Schwierigkeiten mit den Beinen, mein Knie ist besser und erst gegen Abend treten erste Anzeichen von Sitzbeschwerden auf. Herrlich ist die Nachmittagspause bei Livemusik im Ulmer Parkgelände Friedrichsau und auch der anschließende Streckenabschnitt durch Auwälder versöhnt uns mit dem Vormittag. Vor der übernachtung auf dem Campingplatz in Dillingen gibt es noch ein opulentes Mahl beim Griechen. Montag, den 20.08.07 Dillingen - NeustadtStrecke 127 Km, Fahrzeit 7:40 Std., Gesamtzeit 12 Std., Schnitt 16,6 Km/h Nachts Regen, tagsüber ist es bewölkt, aber trocken. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit trinken wir Cappuccino, um uns aufzumuntern (es ist der 3. Tag). Bei Leitheim nochmals eine heftige Steigung, die wir schiebend bewältigen. Danach teilweise auf dem Damm bis Ingolstadt. Heutiges Etappenziel ist der Campingplatz in Neustadt, den wir nach dem Genuss eines Rostbratens um 20 Uhr erreichen. Dort treffen wir eine Mutter mit einem kleinen Jungen aus dem Nachbarkaff (sorry, aber wer kennt schon Upfingen?) von Peter, die auch auf dem Donauradweg unterwegs sind. Dienstag, den 21.08.07 Neustadt - StraubingStrecke 110 Km, Fahrzeit 6:20 Std., Gesamtzeit 10:30 Std., Schnitt 16,6 Km/h
Da der 1. Dampfer von Weltenburg nach Kehlheim erst um 10:15 Uhr fährt, können wir morgens ausschlafen und starten erst um 8:30 Uhr. Die Fahrt durch den Donaudurchbruch ist fantastisch, aber viel zu kurz. Nachts regnet es heftig, tagsüber Wolken mit gelegentlichem Schauer. Regensburg ist sehenswert, aber die Bewohner wissen anscheinend nicht, wo die Donau fließt, da wir zweimal in die falsche Richtung geschickt werden. Der Camping in Straubing liegt vor der Stadt und da wir zu müde sind, fahren wir nicht in die Stadt, sondern verpflegen wir uns zum ersten Mal selbst. Mittwoch, den 22.08.07 Straubing - KohlbachmühleStrecke 125 Km, Fahrzeit 6:45 Std., Gesamtzeit 11 Std., Schnitt 18,5 Km/h
Nachts gibt es ein Unwetter und Hubschrauber kreisen 4 Stunden über uns, um Vermisste in der Donau zu suchen. Abfahrt morgens im Nebel und kühl, später kommt jedoch die Sonne durch. Der Radweg ist endlich so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Im gesamten deutschen Teil treffen wir nur am 1. Tag viele Radler, ansonsten ist es sehr ruhig. Nachmittags besichtigen wir ausgiebig Passau und fahren noch 1 Stunde weiter zum CP Kohlmühle, wo wir unser Zelt direkt am Ufer aufschlagen. Donnerstag, den 23.08.07 Kohlbachmühle - AuStrecke 105 Km, Fahrzeit 5:30 Std., Gesamtzeit 7:30 Std., Schnitt 19,1 Km/h Frühstück unter einem Lindenbaum an der Donau. 2 Burschen aus Wien im Zelt neben uns beklagen sich über unsere Schnarchgeräusche, wobei wir nichts gehört hatten! Das linke Ufer ist wunderschön und das Wetter ist sonnig mit 20 Grad. Durch die Schlögener Schlinge fahren wir mit der Fähre, um die Landschaft genießen zu können. Mit einem Mal sind Horden von Radfahrern unterwegs. Kein Wunder, denn die Landschaft ist sehr reizvoll (außer um Linz herum wegen Industrie und Verkehr). Am Ende der Etappe treten erstmals Ermüdungserscheinungen auf. Wir übernachten auf dem CP in Au. Die beiden Burschen aus Wien sind gleichfalls dort, schlagen aber wohlweislich ihr Zelt am anderen Ende des Platzes auf. Offensichtlich hat dies nichts genützt, denn am anderen Morgen fragen sie uns, auf welcher Uferseite wir weiter radeln wollten, damit sie dann die andere Seite bis Wien fahren konnten und uns nicht mehr begegnen.
Freitag, den 24.08.07 Au - SchönbühelStrecke 85 Km, Fahrzeit 4:30 Std., Gesamtzeit 8:30 Std., Schnitt 18,9 Km/h
1. Sommertag mit 25 Grad, Strecke fast durchgehend an der Donau. Peters Schaltung in Grein richten lassen und uns mit Pflaster versorgt, da mein Finger nicht heilen will und Peter eine Blase am Fuß hat, wo ein Pflaster schlecht hält. Gestern abend 1/8 Zweigelt zuviel getrunken, daher Mittagsschlaf unter einem Kastanienbaum. Nachmittags in Melk das Kloster besichtigt, die Bibliothek ist sehenswert! Fazit der 1. Woche:Stimmung hervorragend, körperlicher Zustand besser als erwartet |
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This site was last updated 19.06.11