Camino del Norte

  20.06.11

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von Bilbao nach Arzua vom 26.06.2009 bis 21.07.2009

Auf dieser Pilgerwanderung kam irgendwie nicht das richtige Camino-Gefühl auf und ich gab nach 3 Tagen das ausführliche Tagebuchschreiben auf. An was es lag, kann ich nicht sagen: zuviel touristischer Rummel, zu viele Kilometer auf Asphalt, zu viele Baustellen der Autobahn entlang des Camino ....

Daher beschreibe ich diesmal die Etappen nur in Stichworten!

Generell ist zu bemerken, dass an der Küste die Pilgerherbergen nicht so zahlreich sind und man oft auf Hostals oder Jugendherbergen ausweichen muss, die leider oft sehr heruntergekommen sind.

Insgesamt sind es 650 km von Bilbao nach Santiago, wobei ich aus Zeitgründen die letzten 40 km nicht mehr schaffte, da der Rückflug von Bilbao schon gebucht war.

1. Tag Ankunft in Bilbao (Direktflug von Stuttgart) und in der Jugendherberge übernachtet (unfreundlich)

2. Tag Bilbao - Pobena 27 Km. Wer das Pilgern etwas lockerer sieht, dem kann man nur empfehlen, aus Bilbao heraus die Metro bis Portugalete zu nehmen. Gesamte Strecke Asphalt, wird durch herrlichen Strand und einfache freundliche Herberge in Pobena entschädigt

3. Tag Pobena - Islares 23 Km. Wunderschöner Panoramaweg bis Castro Urdiales, übernachtet in einem Motel in Islares.

4. Tag Islares - Santona 30 Km Zuerst auf Landstraßen, danach an der Küste auf unwegsamen Pfaden nach Laredo. In Laredo immer am Strand entlang bis zur Fähre nach Santona. Moderne Jugendherberge ausserhalb des Ortes.

5. Tag Santona - Noja 15 Km. Auf abenteuerlichen Pfaden um das Felsmassiv des Buciero herum bis nach Noja. Gleich am Ortsanfang in eine gute und preiswerte Herberge (Glas Vino 25 Cent).

6. Tag Noja - Guemes 14 Km. Kurze Etappe, aber die Herberge in Guemes darf man nicht versäumen. Überwältigende Gastfreundschaft, Essen, Trinken und Schlafen für eine Spende.

7. Tag Guemes - Santander 15 Km. Großteils an der Steilküste entlang und dann mit der Fähre nach Santander. Freundliche Herberge, aber zuwenig sanitäre Einrichtungen.

8. Tag Santander - Cobreces 51 Km. wir haben geschummelt und sind mit der Bahn aus der Stadt bis Boo. Übernachtet im Kloster, ist aber nicht empfehlenswert.

9. Tag Cobreces - San Vicente 26 Km. Ruhige Nebenstraßen, angenehme Herberge bei Luis und Sofia.

10. Tag San Vicente - Llanes 40 Km. Nach den bisher knapp 35 Grad Hitze einziger Regentag auf der Reise. Viel Asphalt, Unterkunft im Bahnhof mit altersschwachen Betten.

11. Tag Llanes - Ribadesella 31 Km. Nach dem Regentag war das Wetter den Rest der Wanderung deutlich kühler (20 - 25 Grad). Juhe war belegt, also schönes Zimmer für 15 € gleich neben der Touristinfo.

12. Tag Ribadesella - Sebrayo 35 Km. Ruhige Nebenstraßen bis Sebrayo. Einfache Herberge, um 19 Uhr kommt ein Lieferwagen mit Lebensmittel zum Einkaufen vorbei.

13. Tag Sebrayo - Gijon 37 Km. Fast nur Asphalt und wenn man Gijon erreicht hat läuft man noch mindestens eine Stunde bis ins Zentrum. Pension DZ für 25€.

14. Tag Gijon - Aviles 25 Km. einfache Herberge im Zentrum (schöne Altstadt).

15. Tag Aviles - Esteban de Pravia 23 Km Endlich auch mal Waldwege. Herberge ist in Ordnung, Essen sollte man aber in einem der Restaurants im Dorf!

16. Tag Esteban - Santa Marina 30 Km. Viel Asphalt, aber die Pension Prada entschädigt für alles!

17. Tag Santa Marina - Almuna 28 Km. Herberge ist etwas schwer zu finden, sanitäre Einrichtungen bescheiden.

18. Tag Almuna - La Caridad 32 Km. Einfache Herberge, aber nicht so schlecht wie im Outdoorführer beschrieben.

19. Tag La Caridad - Ribadeo 25 Km. Schöne Herberge mit tollem Blick über den Meeresarm.

20. Tag Ribadeo - Gondan 22 Km. wir verlassen das Meer und wandern durch die Berge Galiciens. Irgendwie gefällt mir ab jetzt die Route besser, mehr Piste und weniger Asphalt, aber das ist ja Geschmacksache. Mein Schweizer Wegbegleiter Josef fand natürlich die Küste toll und die Berge für zu klein geraten! Herberge liegt am A.. der Welt, aber es gibt Pizzaservice.

21. Tag Gondan - Mondonedo 16 Km. Wie man an den Etappenlängen sieht, lassen wir es auslaufen. wir sind der Meinung schon genug Etappen über 30 Km gemacht zu haben.

22. Tag Mondonedo - Gontan 17 Km. Nette Herberge mit freundlichem Hospitalero. Das entschädigt dafür, dass im einzigen Restaurant der Kaffee deutsche Preise hat. Monopol lässt grüßen

23. Tag Gontan - Vilalba 20 km. Herberge war völlig verdreckt, aber vielleicht war die Hospitalera auch ausnahmsweise nicht in Stimmung.

24. Vilalba - Baamonde 21 km. Durch die Baustelle der Nationalstraße etwas verwirrend. Tolle Herberge mit schönem Garten.

25. Baamonde - Miraz 15 Km. Nette Herberge mit freundlichem Hospitalero.

26. Tag Miraz - Sobrado dos Monxes 26 Km. Auf überwiegend Asphalt-straßen ins Kloster. Angenehme Herberge, bei der man nicht versäumen sollte, die Messe zu besuchen.

27. Tag Sobrado - Arzua 22 Km. Letzte Etappe des Camino del Norte und als wir noch vor 11 Uhr in Arzua auf den Camino Frances stießen, war die Herberge schon überbelegt. Zum Glück gibt es tolle private Herbergen, die sehr preisgünstig sind. Um Mitternacht mit ALSA in 9 Stunden nach Bilbao zurückgefahren.

 
 
 
 
 
 

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